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Dekubitus: Ursachen, Symptome & Versorgung

 

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Dekubitus: Was du wissen musst, um Druckgeschwüre zu vermeiden

Dekubitus – ein Wort, das vielleicht kompliziert klingt, aber für viele Menschen mit eingeschränkter Mobilität zum Alltag gehört. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Druckgeschwür, das durch anhaltenden Druck auf die Haut entsteht. Hier erfährst du, was ein Dekubitus genau ist, welche Ursachen es gibt, wie du die Symptome erkennst und wie die Wundprofis by medical dich oder deinen Angehörigen unterstützen können!

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Was ist ein Dekubitus?

Ein Dekubitus ist eine Wunde, die entsteht, wenn die Haut und das darunterliegende Gewebe über einen längeren Zeitraum zu stark belastet werden. Das passiert oft bei Menschen, die lange sitzen oder liegen müssen und sich kaum oder gar nicht selbst bewegen können. Besonders betroffen sind Stellen, an denen Knochen direkt unter der Haut liegen, wie Fersen, Kreuzbein, Ellbogen oder Schulterblätter.

Ursachen und Risikofaktoren

Ein Dekubitus entsteht durch Druck, der die Haut und das Gewebe schädigt. Doch oft spielen noch weitere Faktoren eine Rolle:

  • Bewegungsmangel: Wenn du dich nicht oft genug bewegst, kann der Druck auf eine Stelle zu groß werden.
  • Durchblutungsstörungen: Eine schlechte Durchblutung bedeutet weniger Sauerstoff für die Haut – das Gewebe kann geschädigt werden.
  • Feuchtigkeit: Starkes Schwitzen oder Urin- bzw. Stuhlinkontinenz können die Haut aufweichen und anfälliger für Wunden machen.
  • Mangelernährung: Dein Körper braucht Eiweiße, Vitamine und Nährstoffe, um die Haut gesund zu halten und Wunden zu vermeiden.
  • Alter: Mit zunehmendem Alter wird die Haut dünner und empfindlicher.

Symptome: Woran erkennst du einen Dekubitus?

Ein Dekubitus entwickelt sich in vier Stadien:

  • Rötung der Haut: Die betroffene Stelle ist gerötet und schmerzt, wenn du darauf drückst.
  • Blasen oder offene Wunde: Die Haut beginnt sich zu lösen, und Blasen oder oberflächliche Wunden entstehen.
  • Tiefe Wunde: Das Gewebe unter der Haut ist bereits betroffen – die Wunde kann tief in Muskeln und Fettgewebe reichen.
  • Schwerer Gewebeschaden: In diesem Stadium sind oft Muskeln, Sehnen oder sogar Knochen betroffen.

Je früher du dir oder deinen Angehörigen professionelle Hilfe holst, desto besser kannst du eine Verschlimmerung verhindern.

 

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Unterschied zwischen Dekubitus und IAD

Ein Dekubitus und eine Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD) können auf den ersten Blick ähnlich aussehen, haben jedoch unterschiedliche Ursachen und erfordern eine andere Behandlung.

  • Ein Dekubitus entsteht durch anhaltenden Druck und eine gestörte Durchblutung. Die Haut und das darunterliegende Gewebe werden von innen nach außen geschädigt. Eine IAD wird durch Feuchtigkeit und Reizstoffe wie Urin oder Stuhl verursacht und wirkt von außen auf die Haut ein.

  • Der Dekubitus tritt häufig an knöchernen Körperstellen wie dem Steißbein, den Fersen oder den Hüftknochen auf. IAD entsteht meist in feuchten Hautbereichen und -falten, zum Beispiel im Genital- oder Leistenbereich.

  • Ein Dekubitus kann tiefe Gewebeschichten bis hin zu Muskeln oder Knochen betreffen. Eine IAD beschränkt sich in der Regel auf die oberflächlichen Hautschichten.

Wie wird ein Dekubitus behandelt?

Die Behandlung eines Dekubitus hängt vom Schweregrad ab. Hier sind einige Maßnahmen, die helfen können:

  • Druckentlastung: Die wichtigste Maßnahme ist, den Druck auf die betroffene Stelle zu reduzieren. Dazu gehören regelmäßiges Umlagern, spezielle Matratzen oder Sitzkissen.
  • Wundversorgung: Wenn eine Wunde entsteht, muss diese fachgerecht gereinigt und versorgt werden, um eine Infektion zu verhindern. Die Wundprofis by medical sind genau darauf spezialisiert.
  • Hautpflege: Eine gut gepflegte Haut ist widerstandsfähiger. Cremes und Lotionen können helfen, die Haut geschmeidig zu halten.
  • Gesunde Ernährung: Eiweiße, Vitamine und genügend Flüssigkeit unterstützen die Haut und das Immunsystem.
  • Bewegung: Auch kleine Bewegungen, etwa im Bett oder Rollstuhl, können helfen, die Durchblutung zu verbessern.

Fazit: Vorbeugen ist wichtig

Dekubitus ist ernst zu nehmen, aber mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit kannst du viel tun, um Druckgeschwüre zu vermeiden. Achte auf deine Haut, bewege dich so oft es geht und hole dir Hilfe, wenn du Veränderungen bemerkst. Denn je früher ein Dekubitus erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf eine schnelle Heilung. Unsere Wundprofis unterstützen dich dabei!

Bleib achtsam – deine Haut wird es dir danken!

Häufig gestellte Fragen zum Dekubitus

Ein Dekubitus ist ein Druckgeschwür, das entsteht, wenn Haut und Gewebe über längere Zeit starkem Druck ausgesetzt sind. Das passiert häufig bei Menschen, die lange liegen oder sitzen und sich kaum bewegen können. Durch den Druck wird die Durchblutung gestört und das Gewebe kann geschädigt werden.

Ein erhöhtes Risiko haben Menschen mit eingeschränkter Mobilität, ältere Personen, Pflegebedürftige sowie Menschen mit Durchblutungsstörungen, Mangelernährung oder Inkontinenz. Auch eine empfindliche oder sehr dünne Haut begünstigt die Entstehung eines Dekubitus.

Ein Dekubitus beginnt oft mit einer anhaltenden Rötung der Haut, die sich nicht wegdrücken lässt. Die betroffene Stelle kann schmerzhaft, warm oder verhärtet sein. Wird früh reagiert, lässt sich eine offene Wunde häufig noch verhindern.

Wichtig sind regelmäßige Lagewechsel, ausreichend Bewegung, eine gute Hautpflege und eine ausgewogene Ernährung. Spezielle Matratzen oder Sitzkissen können den Druck zusätzlich reduzieren und helfen, Druckgeschwüre zu vermeiden.

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Wunde. Zentrale Maßnahmen sind die Druckentlastung, eine fachgerechte Wundversorgung und eine gute Hautpflege. Die Wundprofis by medical unterstützen dabei mit einer individuell angepassten Versorgung und begleiten Betroffene professionell.