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Wasser läuft aus dem Bein – Ursachen, Gefahren und was jetzt hilft

 

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Wenn Wasser aus dem Bein austritt, steckt häufig ein starkes Ödem dahinter. Durch Venenschwäche, Herzschwäche oder ein Lymphödem sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe an. Wird der Druck zu groß, kann sie durch die Haut austreten. Das ist immer ein Warnsignal, denn die aufgeweichte Haut wird anfällig für Verletzungen und offene Wunden. Wichtig sind jetzt eine ärztliche Abklärung der Ursache, ein guter Hautschutz und – je nach Ursache – eine geeignete Kompressionstherapie. So können auch größere Wunden und Komplikationen  verhindert werden.

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Wasser läuft aus dem Bein – was bedeutet das?

Viele Betroffene oder Angehörige erschrecken, wenn plötzlich die Socke nass ist oder Flüssigkeit aus dem Unterschenkel austritt.

Oft wird das so beschrieben:

  • „Das Bein läuft aus.“
  • „Aus meinem Bein kommt Wasser.“
  • „Die Haut nässt ständig.“

Auch wenn der Begriff „Wasser“ verwendet wird, handelt es sich meist nicht um normales Wasser. Häufig tritt Gewebeflüssigkeit, auch Lymph- oder Wundflüssigkeit genannt, durch die Haut aus. Das passiert vor allem dann, wenn sich über längere Zeit sehr viel Flüssigkeit im Gewebe angesammelt hat und die Haut dem Druck nicht mehr standhalten kann. Das solltest du immer ernst nehmen!

 

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Warum tritt Flüssigkeit aus dem Bein aus?

Unser Körper transportiert ständig Flüssigkeit über Blut- und Lymphgefäße. Normalerweise bleibt diese Flüssigkeit im Gefäßsystem oder wird wieder abtransportiert.

Funktioniert dieser Abtransport nicht mehr ausreichend, sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe an. Es entsteht ein Ödem (Wassereinlagerung). Je größer das Ödem wird, desto stärker wird die Haut gespannt. Irgendwann kann die Flüssigkeit durch kleinste Hautöffnungen oder feine Risse austreten.

Besonders häufig passiert das an den Unterschenkeln oder Knöcheln.

Typische Anzeichen sind:

  • geschwollene Beine
  • gespannte oder glänzende Haut
  • Flüssigkeit auf der Haut
  • feuchte Socken oder Strümpfe
  • Hautreizungen
  • kleine offene Stellen

Welche Ursachen stecken hinter starken Wassereinlagerungen?

Das Wasser aus dem Bein austritt, kann verschiedene Ursachen haben.

Venenschwäche

Eine chronische Venenschwäche gehört zu den häufigsten Ursachen. Oft liegen auch mehrere Ursachen gleichzeitig vor.

Die Venen transportieren das Blut nicht mehr ausreichend zurück zum Herzen. Dadurch steigt der Druck in den Beinen und Flüssigkeit tritt ins Gewebe aus.

Typisch sind:

  • schwere Beine
  • Schwellungen am Abend
  • braune Hautverfärbungen
  • Spannungsgefühl
  • später offene Stellen am Unterschenkel

Lymphödem

Beim Lymphödem funktioniert der Abtransport der Lymphflüssigkeit nicht mehr richtig.

Dadurch sammelt sich immer mehr Flüssigkeit im Gewebe an.

Die Beine werden häufig:

  • sehr dick
  • fest
  • gespannt
  • schwer

In fortgeschrittenen Stadien kann auch hier Flüssigkeit über die Haut austreten.

Herzschwäche

Auch eine Herzschwäche kann Wassereinlagerungen verursachen. Dabei kann der Körper Flüssigkeit mehr zurückhalten. Diese zeigt sich häufig durch Schwellungen an Füßen, Knöcheln oder Unterschenkeln.

Betroffene bemerken oft zusätzlich:

  • Atemnot
  • schnelle Erschöpfung
  • Gewichtszunahme
  • beidseitig geschwollene Beine

Warum nässende Beine so schnell zu offenen Wunden werden

Die Haut ist eigentlich eine natürliche Schutzbarriere.

Tritt jedoch dauerhaft Flüssigkeit aus, weicht sie immer weiter auf.

Dadurch wird sie:

  • empfindlicher
  • verletzlicher
  • anfälliger für Keime

Schon kleine Reibungen durch Kleidung oder Kompressionsstrümpfe können dann dazu führen, dass die Haut einreißt. Bleibt die Ursache unbehandelt, können daraus chronische Wunden oder ein offenes Bein (Ulcus cruris) entstehen.

Deshalb sollte ein nässendes Bein möglichst früh behandelt werden – bevor sich größere Wunden entwickeln.

Das offene Bein verstehen

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Was hilft bei einem nässenden Bein

Die Behandlung richtet sich immer nach der Ursache. Deshalb sollte zunächst ärztlich abgeklärt werden, warum sich die Flüssigkeit überhaupt angesammelt hat.

Je nach Ursache können verschiedene Maßnahmen sinnvoll sein.

Kompression

Liegt eine Venenschwäche oder ein geeignetes Lymphödem vor, gehört die Kompression häufig zur wichtigsten Behandlung.

Sie unterstützt den Rücktransport der Flüssigkeit und kann helfen, Schwellungen zu verringern.

Ob und welche Kompression geeignet ist, sollte jedoch immer ärztlich oder durch einen Wundexperten entschieden werden.

Hautschutz

Nässende Haut braucht besonderen Schutz.

Geeignet sind beispielsweise:

  • hautschonende Pflegeprodukte
  • passende Wundauflagen
  • regelmäßige Kontrolle der Haut
  • fachgerechter Verbandwechsel

So kann verhindert werden, dass die Haut weiter aufweicht oder verletzt wird.

Beine hochlagern

Das Hochlagern der Beine kann den Rückfluss von Blut und Gewebeflüssigkeit unterstützen und Schwellungen verringern.

Besonders hilfreich ist es, die Beine mehrmals täglich über Herzhöhe zu lagern – sofern keine medizinischen Gründe dagegensprechen.

Was solltest du nicht tun?

Viele Betroffene möchten die Flüssigkeit möglichst schnell loswerden.

Davon solltest du jedoch einige Dinge unbedingt vermeiden.

Versuche nicht,

  • die Haut anzustechen,
  • Blasen selbst zu öffnen,
  • Flüssigkeit auszudrücken,
  • nässende Stellen austrocknen zu lassen,
  • ungeeignete Hausmittel aufzutragen.

Dadurch können Keime leichter eindringen und die Haut zusätzlich geschädigt werden. Auch eine eigenständige Kompression ohne vorherige Abklärung ist nicht immer sinnvoll.

Wann solltest du sofort zum Arzt?

Manche Beschwerden sprechen dafür, dass rasch ärztliche Hilfe notwendig ist.

Dazu gehören:

  • plötzlich stark geschwollenes Bein
  • einseitige Schwellung
  • starke Schmerzen
  • zunehmende Rötung
  • überwärmte Haut
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • rote Streifen auf der Haut
  • plötzlich entstandene offene Wunden

Diese Beschwerden können auf eine Infektion oder andere ernsthafte Erkrankungen hinweisen und sollten umgehend abgeklärt werden.

Wie Wundprofis auch bei nässenden Beinen helfen

Unsere Wundprofis by medical versorgen Patienten mit nässenden Beinen und offenen Wunden direkt zu Hause.

Dabei betrachten wir nicht nur die Haut, sondern die gesamte Versorgungssituation.

Wir prüfen unter anderem:

  • die Ursache der Schwellung
  • den Zustand der Haut
  • vorhandene offene Stellen
  • die Menge der austretenden Flüssigkeit
  • passende Wundauflagen
  • den Hautschutz
  • die Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt

Gemeinsam mit dem behandelnden Arzt entwickeln wir einen individuellen Versorgungsplan, die Ursachen gefunden werden können, es wieder zu einer intakteren Haut kommen und größere Wunden so gar nicht erst entstehen.

Auch wenn bereits ein offenes Bein entstanden ist, unterstützen wir dich mit einer modernen Wundversorgung direkt bei dir zu Hause.

Vereinbare jetzt eine kostenfreie Ersteinschätzung – unsere Wundprofis beraten dich persönlich und finden gemeinsam mit dir die passende Versorgung.

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Fazit: Wasser aus dem Bein ist immer ein Warnsignal

Wenn Flüssigkeit aus dem Bein austritt, steckt meist ein starkes Ödem dahinter. Die Haut ist dann bereits stark belastet und kann sich ohne ärztliche Behandlung schnell zu einer offenen Wunde entwickeln.

Je früher die Ursache erkannt und behandelt wird, desto besser lassen sich Komplikationen vermeiden.

Mit einer passenden Versorgung, gutem Hautschutz und – wenn sinnvoll – einer Kompressionstherapie kann die Haut häufig stabilisiert und die Wundheilung unterstützt werden.

Häufige Fragen wenn plötzlich Wasser aus den Beinen läuft

Ja, das solltest du immer ernst nehmen. Häufig stecke starke Wassereinlagerungen dahinter. Ohne Behandlung kann die aufgeweichte Haut leichter einreißen und es können offene Wunden entstehen.

Nein. Die Haut sollte niemals selbst angestochen oder geöffnet werden. Dadurch steigt das Risiko für Infektionen und weitere Hautschäden.

Je nach Ursache kann eine Kompression ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sein. Ob sie in deiner Situation geeignet ist, sollte jedoch immer von einem Arzt entschieden werden.

Wichtig sind passende Wundauflagen, ein guter Hautschutz, regelmäßige Kontrollen und die Behandlung der Ursache der Wassereinlagerungen. So kann die Haut geschützt und weiteres Aufweichen verhindert werden.

Nein. Wird die Ursache früh erkannt und behandelt, kann häufig verhindert werden, dass sich eine chronische Wunde entwickelt. Ohne die passende Behandlung steigt das Risiko jedoch deutlich.

Jasmin Schneider

Autor

Jasmin Schneider

Head of Marketing + Head of Advanced Wound Care (Fachtherapeutin Wunde ICW, 10 Jahre Erfahrung / 2000 Wunden versorgt)