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Wundfoto richtig machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

 

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Ein gutes Wundfoto hilft dabei, Veränderungen früh zu erkennen und die Wundversorgung optimal zu begleiten. Besonders bei einer digitalen Wundvisite oder einer vollständig digitalen Betreuung sind aussagekräftige Fotos wichtig, damit Wundexperten den Heilungsverlauf zuverlässig beurteilen können. Damit Wundfotos vergleichbar bleiben, sollten sie immer mit Wundlineal, guter Beleuchtung, scharfem Fokus und aus derselben Perspektive aufgenommen werden.

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Warum sind gute Wundfotos so wichtig?

Viele Patienten werden heute ganz oder teilweise digital betreut. Gerade bei chronischen Wunden ermöglicht die Fotodokumentation eine engmaschige Kontrolle, ohne dass jedes Mal ein Hausbesuch oder Arzttermin notwendig ist.

Ein Wundfoto ist dabei viel mehr als nur ein Bild.

Es hilft Wundmanagern dabei, die Entwicklung der Wunde zu beurteilen und Veränderungen früh zu erkennen. Dadurch können Probleme oft schneller erkannt werden, bevor sich die Wunde deutlich verschlechtert.

Besonders im Rahmen einer digitalen Wundvisite bieten gute Wundfotos viele Vorteile:

  • schnellere fachliche Einschätzung der Wunde
  • engmaschige Verlaufskontrolle zwischen Terminen
  • frühzeitiges Erkennen von Komplikationen
  • weniger Fahrten zum Arzt oder Wundzentrum
  • mehr Sicherheit für Patienten und Angehörige
  • unkomplizierte Rückfragen bei Veränderungen
  • Unterstützung auch in ländlichen Regionen
  • Möglichkeit einer vollständigen digitalen Betreuung in geeigneten Fällen

Gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Angehörige, die weiter entfernt wohnen, kann die digitale Wundversorgung eine große Entlastung sein. Wundfotos ermöglichen es, Veränderungen objektiv zu dokumentieren und den Heilungsverlauf über Wochen oder Monate nachvollziehbar festzuhalten.

Je besser die Fotos sind, desto genauer können Wundexperten beurteilen, ob sich die Wunde verbessert, stagniert oder ob die Versorgung angepasst werden sollte. Dadurch werden Wundfotos zu einem wichtigen Bestandteil moderner und professioneller Wundversorgung.

Ein unscharfes oder falsch aufgenommenes Foto kann dagegen wichtige Informationen verbergen.

Deshalb lohnt es sich, bei jedem Wundfoto auf einige wichtige Punkte zu achten.

Wann sollten Sie ein Wundfoto machen?

Wundfotos sind besonders sinnvoll:

  • In regelmäßigen Abständen, um den Verlauf zu kontrollieren (nach engmaschiger Abstimmung mit dem Wundprofi)  
  • bei der digitalen Wundvisite
  • vor einer Ersteinschätzung
  • zur Verlaufskontrolle
  • bei Veränderungen der Wunde
  • nach Absprache mit deinem Wundprofi

Wichtig ist dabei:

Die Fotos sollten möglichst regelmäßig und immer unter ähnlichen Bedingungen aufgenommen werden. Nur so lassen sich Veränderungen zuverlässig vergleichen.

Anleitung: Wie nimmt man ein gutes Wundfoto auf:

Schritt 1: Vorbereitung

Bevor Sie das Foto machen, sollten Sie alles bereitlegen.

Sie benötigen:

  • Händedesinfektionsmittel
  • ein Smartphone oder eine Kamera
  • ein Wundlineal
  • ausreichend Licht
  • einen ruhigen Ort

Beschriften Sie das Wundlineal mit:

  • Datum
  • Name des Patienten
  • Ort der Wunde

Außerdem sollten Sie vor dem Fotografieren Ihre Hände gründlich reinigen oder desinfizieren.

Gerade bei offenen oder chronischen Wunden spielt Hygiene eine wichtige Rolle.

Hygienetipps

 

Achte außerdem darauf, dass die Wunde gut sichtbar ist und der Bereich um die Wunde möglichst frei liegt. Der Hintergrund sollte ruhig und neutral sein, damit die Wunde später gut beurteilt werden kann. Für eine passende Unterlage können Sie sterile Abdecktücher direkt bei Ihrem Wundprofi bestellen.

Schritt 2: Das Wundlineal richtig platzieren

Ein Wundlineal hilft dem Wundexperten dabei, die Größe der Wunde korrekt einzuschätzen.

Deshalb ist die richtige Platzierung besonders wichtig.

Das Wundlineal sollte:

  • etwa zwei Zentimeter Abstand zur Wunde haben
  • parallel zur Wunde liegen
  • vollständig sichtbar & gut lesbar sein
  • nicht auf der Wunde liegen

Warum ist das Wundlineal so wichtig?

Viele Menschen unterschätzen diesen Schritt.

Ohne Größenvergleich kann eine Wunde auf Fotos größer oder kleiner wirken, als sie tatsächlich ist.

Das Wundlineal ermöglicht eine objektive Dokumentation und hilft dabei zu beurteilen:

  • ob die Wunde kleiner wird
  • ob sie gleich bleibt
  • ob sie größer wird
  • wie sich einzelne Bereiche der Wunde entwickeln
  • ob sich der Wundrand und die Wundumgebung verändert

Gerade bei chronischen Wunden ist diese Verlaufskontrolle entscheidend.

Schritt 3: Das Wundfoto aufnehmen

Nun folgt der wichtigste Teil.

Positionieren Sie die Wunde möglichst mittig im Bild.

Beachten Sie, dass:

  • die gesamte Wunde sichtbar ist
  • das Wundlineal mit auf dem Bild erscheint
  • die Aufnahme scharf ist
  • keine Schatten auf die Wunde fallen
  • die Wunde gleichmäßig ausgeleuchtet wird
  • Die Wundränder und die Wundumgebung nicht abgeschnitten sind

Nutzen Sie möglichst Tageslicht oder eine helle Raumbeleuchtung.

Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da sie Farben verfälschen kann.

Bevor Sie das Foto aufnehmen, tippen Sie auf dem Smartphone-Bildschirm direkt auf die Wunde. Dadurch stellt die Kamera scharf.

Kontrollieren Sie anschließend das Bild.

Wenn die Aufnahme unscharf ist, sollte sie wiederholt werden.

Häufige Fehler beim Fotografieren

Viele Wundfotos können nicht gut ausgewertet werden, weil wichtige Details fehlen.

Zu den häufigsten Fehlern gehören:

  • unscharfe Bilder
  • schlechte Beleuchtung
  • Schatten auf der Wunde
  • fehlendes Wundlineal
  • zu großer Abstand
  • zu nahes Fotografieren
  • abgeschnittene Wundränder

Auch unterschiedliche Kamerawinkel erschweren die Beurteilung.

Schritt 4: Immer dieselbe Perspektive verwenden

Für die Beurteilung der Wundheilung reicht ein einzelnes Foto oft nicht aus. Die Wundprofis vergleichen deshalb verschiedene Aufnahmen miteinander. Damit das möglich ist, sollten alle Fotos möglichst identisch aufgenommen werden.

Achten Sie deshalb auf:

  • die gleiche Position des Wundlineals
  • den gleichen Kamerawinkel
  • den gleichen Bildausschnitt
  • ähnliche Lichtverhältnisse

Auch die Körperhaltung sollte möglichst gleich bleiben.

Wenn die Wunde beispielsweise am Unterschenkel liegt, sollte das Bein bei jeder Aufnahme ähnlich positioniert sein.

Wie oft sollten Sie ein Wundfoto machen?

Das hängt von der Wunde und der Versorgungssituation ab.

Grundsätzlich gilt:

Wundfotos sollten nach Absprache mit dem behandelnden Wundprofi gemacht werden.

Häufig werden Verlaufsfotos:

  • alle 14 Tage
  • bei Veränderungen der Wunde, Wundumgebung, des Wundrands oder neu auftretenden Schmerzen
  • nach einer Therapieanpassung
  • vor einer digitalen Wundvisite

angefordert.

Zu viele Fotos bringen oft keinen zusätzlichen Nutzen. Entscheidend ist die Qualität, nicht die Menge.

Was tun, wenn die Wunde schwer zu fotografieren ist?

Manche Wunden liegen an Stellen, die man selbst nur schwer erreichen kann.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Rücken
  • Gesäß
  • Fersen
  • hintere Unterschenkelbereiche
  • unterm Fuß

In solchen Fällen kann ein Angehöriger helfen.

Wichtig ist dabei:

Die Aufnahme sollte trotzdem nach denselben Kriterien erfolgen.

Auch hier gilt:

Lieber ein Foto mehr machen und auswählen als ein unscharfes Bild verschicken.

Datenschutz bei Wundfotos

Viele Patienten fragen sich:

„Sind meine Wundfotos überhaupt sicher?“

Diese Sorge ist verständlich.

Deshalb sollten Wundfotos ausschließlich über die vereinbarten und sicheren Kommunikationswege an Ihren Wundprofi übermittelt werden.

Verzichten Sie darauf, Bilder in sozialen Netzwerken oder über unsichere Plattformen zu versenden.

Unsere Wundprofis achten darauf, dass Gesundheitsdaten vertraulich und datenschutzkonform behandelt werden!

Warum gute Wundfotos die Versorgung verbessern können

Ein professionelles Wundfoto ermöglicht oft eine deutlich schnellere Einschätzung.

Veränderungen wie:

  • stärkere Rötungen
  • mehr Wundesxudat oder -flüssigkeitsekret
  • Vergrößerungen
  • Beläge
  • Wundrandveränderungen
  • Wundumgebungsveränderungen

lassen sich häufig früh erkennen.

Dadurch kann die Versorgung schneller angepasst werden, bevor größere Probleme entstehen. Gerade bei digital betreuten Patienten ist das ein wichtiger Vorteil.

 

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Video-Anleitung: Wundfoto richtig machen

Zusätzlich zu dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie hier auch unsere Video-Anleitung.

Dort zeigen wir noch einmal anschaulich:

  • wie Sie das Wundlineal platzieren
  • worauf Sie beim Fotografieren achten sollten
  • welche Fehler häufig passieren
  • wie ein ideales Wundfoto aussieht

Fazit: Gute Wundfotos helfen bei einer besseren Versorgung

Ein gutes Wundfoto ist ein wichtiger Bestandteil moderner Wundversorgung. Es hilft dabei, Veränderungen früh zu erkennen und den Verlauf zuverlässig zu dokumentieren.

Wichtig sind vor allem eine gute Vorbereitung, die richtige Platzierung des Wundlineals, eine scharfe Aufnahme und eine gleichbleibende Perspektive.

Unsere Wundprofis by medical begleiten Sie dabei persönlich oder digital und zeigen genau, wie aussagekräftige Wundfotos entstehen. So können wir Ihre Wunde optimal beurteilen und die Versorgung individuell anpassen.

Häufige Fragen zu Wundfotos

Ja. Das Wundlineal hilft dabei, die tatsächliche Größe der Wunde einzuschätzen und Veränderungen objektiv zu dokumentieren.

Ja. Moderne Smartphones liefern meist ausreichend gute Bilder für die Wunddokumentation.

In der Regel nach Absprache mit deinem Wundprofi. Häufig werden Verlaufsfotos etwa alle 14 Tage benötigt.

Nehmen Sie das Foto erneut auf. Unscharfe Bilder erschweren die Beurteilung der Wunde.

Ja. Gerade bei schwer erreichbaren Wunden ist die Unterstützung durch Angehörige oft sinnvoll.

Jasmin Schneider

Autor

Jasmin Schneider

Head of Marketing + Head of Advanced Wound Care (Fachtherapeutin Wunde ICW, 10 Jahre Erfahrung / 2000 Wunden versorgt)